Das Magazin rund um Mittenwald – Sport, Freizeit, Politik und vieles mehr…

Brendtenfeier verlief friedlich

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag, den 17. Mai, die Gedenkfeier des Kameradenkreises der Gebirgsjäger am Ehrenmal auf dem Hohen Brendten (1179m) statt. Seit den 50ern gedenken hier Angehörige des Kameradenkreises zusammen mit ehemaligen Gegnern der Opfer beider Weltkriege. Seit 2002 jedoch ruft das sogenannte Pfingsttreffen linke Aktivisten auf den Plan. Diese glauben fälschlicher Weise, das Treffen diene der Verherrlichung von Kriegsverbrechen und solle eine Art Heldenmythos schaffen. Bis zu 400 Demonstranten und Aktivisten zog es daraufhin jährlich in den beschaulichen Touristenort im Schatten des Karwendel – und etwa ebenso viele Polizistinnen und Polizisten.

Brendtenfeier

Dieses Mal verlief jedoch alles ruhig – die Brendtengegner blieben zu Hause. Wie das zuständige Landratsamt GAP mitteilte, trat der Veranstalter aus Göppingen als Anmelder und Veranstalter von der Versammlung zurück. Somit verfiel die Genehmigung für den Demonstrationszug von Klais nach Mittenwald im Zeitraum 8:30 bis 14:00 Uhr. Für Klaus Schürgens, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern, kam die Absage nicht überraschend: „Sie haben mit uns nur zögerlich Kontakt aufgenommen” Auch Mittenwalds Polizeichef Michael Weber bestätigt: „Es kam zu keinerlei Koordinationsbesprechung”.

Ganz ohne Aktivisten verlief der Gedenkgottesdienst aber auch diesmal nicht. Bereits lange vor dem Treffen wurde das Ehrenmal sowie das Kreuz von unbekannten mit roter Farbe beschmiert. In mühevoller, ehrenamtlicher Arbeit reinigten Angehörige des Kameradenkreises das Ehrenmal, ganz weg waschen lies sich die Farbe jedoch nicht. Der

katholische Militärpfarrer Klaus Peter Lehner, der zusammen mit seinem evangelischen Kollegen Militärpfarrer Wolfgang Scheel, den ökumenischen Berggottesdienst abhielt, griff die rötliche Färbung des Kreuzes in seiner Predigt auf: Rot ist auch die Farbe des Blutes. Das Blut, dass Jesus für uns vergossen hat und mit dem unsere gefallenen Kameraden für den Wahnsinn der Kriege bezahlt haben.

Hinterlassen Sie Ihre Meinung